Aktuelles
- Statement des Präsidenten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, zu der Diskussion über eine Ausleihe des „Selbstbildnisses mit Pelz“ von Albrecht Dürer:
„In allen Museen, die den international verbindlichen museologischen und museumsethischen Grundsätzen verpflichtet sind, gelten für alle temporäre Ausleihen und Bestandsverlagerungen aus guten Gründen letztendlich die restauratorisch-konservatorischen Bewertungen als entscheidend. Das sollte auch so bleiben, auch und insbesondere bei Werken von Weltgeltung. Wenn trotz schwerwiegender konservatorischer Bedenken, auf der Basis voneinander unabhängiger Expertisen, sach- und fachfremde Argumente den Ausschlag geben würden, dann wäre der Beliebigkeit von Ausleihentscheidungen Tür und Tor geöffnet. Im Sinne einer verantwortungsvollen Bewahrung von national wertvollem Kunst- und Kulturgut, zu der sich alle Museumsverantwortlichen verpflichtet haben, muss das Letztentscheidungsrecht immer bei den Eigentümern und den verantwortlichen Fachleuten der Sammlungen bleiben.“
- Privater Sponsor fördert umfangreiches Digitalisierungsprojekt des Museums für Islamische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin im Rahmen des geplanten Portals ›Islamic Art Online‹
Die Staatlichen Museen zu Berlin der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und der Kunstförderer Yousef Jameel haben kürzlich einen Vertrag zur Finanzierung der Digitalisierung, Katalogisierung und virtuellen Aufbereitung großer Teile der Sammlungsbestände des Museums für Islamische Kunst unterzeichnet.
- Ankauf zweier Aquarelle von Wilhelm Lehmbruck - beide Werke zuvor an Erbin des ehemaligen Eigentümers restituiert
Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz übertrug kürzlich das Eigentum an den beiden Aquarellen »Susanna« (1914) und »Mutter und Kind« (1918) von Wilhelm Lehmbruck (1881-1919) an die Erbin des Kunstkritikers und Sammlers Paul Westheim, Dr. Margit Frenk. Die Werke wurden von der Stiftung Preußischer Kulturbesitz für das Kupferstichkabinett angekauft.
- Experten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz an Aufdeckung von Fälschungen beim Fall Sammlung Jägers beteiligt
Im Prozess um die vermeintliche Kunstsammlung Jägers, der zu einem seit Ende Dezember 2011 rechtskräftigen Urteil führte, trugen die Ergebnisse der umfangreichen naturwissenschaftlichen Untersuchungen des Rathgen-Forschungslabors dazu bei, den Verdacht der Kunstfälschung zu erhärten und insbesondere Wolfgang Beltracchi als Fälscher zu überführen.